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Gemeinderat Egnach beantragt eine Steuerfusssenkung um 2 Prozentpunkte

8. Oktober 2021

Gemeinderat Egnach beantragt eine Steuerfusssenkung um 2 Prozentpunkte

Im Hinblick auf die Gemeindeversammlung vom 1. Dezember 2021 hat der Gemeinderat das Budget der Politischen Gemeinde Egnach für das Jahr 2022 verabschiedet. Der budgetierte Ertragsüberschuss von 75’200 Franken beinhaltet eine Steuerfusssenkung um 2 Prozentpunkte auf einen Gemeinde-Steuerfuss von 55%. Angesichts der sehr guten Rechnungsabschlüsse der letzten Jahre erachtet der Gemeinderat diesen Schritt als tragbar für die Gemeinderechnung. Die gesetzlichen Vorgaben können damit grundsätzlich auch in Zukunft eingehalten werden.


Die Vorbereitungen für die Budgetierung begannen bereits im Frühjahr 2021. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden im April beurteilt, im Juni und August überprüft und der aktuellen Situation leicht angepasst. Die Corona-Krise hat bis heute weder bei der Steuerertragsentwicklung noch bei den Sozialhilfekosten Auswirkungen. Die Steuererträge 2021 der ordentlichen Steuern entwickeln sich gemäss Budget. Bei den Grundstückgewinnsteuern kann aufgrund der anhaltenden Entwicklung mit Mehrerträgen gerechnet werden.
Das Personalwachstum bzw. -Kosten liegt im Rahmen der Erwartungen und des Finanzplanes. Das Wachstum bei den Sachaufwendungen liegt dagegen höher als erwartet. Zweckgebundene und gesetzliche Beiträge an Kanton und Institutionen für Pflege, Gesetzliche wirtschaftliche Hilfe, Prämienverbilligungen, Umwelt und öffentlicher Verkehr lassen dem Gemeinderat wenig Spielraum, die Sachkosten tief zu halten. Das geplante Netto-Investitionsvolumen liegt mit 2,605 Mio. Franken leicht über den eigenen Vorgaben von 2,5 Mio. Franken. Hier ist der Gemeinderat im Zwang, weil angefangene Arbeiten an Strassen, Entwässerungsanlagen, Wasserversorgungsleitungen und an der Mehrzweckhalle fertiggestellt werden müssen. Mit dieser Netto-Investition gelingt es nicht, die Nettoschuld zu reduzieren. Allerdings kann sie gemäss Budget stabil gehalten werden, nachdem die Nettoschuld mit der Rechnung 2020 bereits um rund 800 Franken pro Einwohner gesenkt wurde. Knapp die Hälfte der Nettoinvestitionen werden über zweckgebundene Gebühren finanziert und zwar über Abwassergebühren, Gaseinnahmen und Wasserzinsen.
Dank des zu erwartenden Wachstums der Gemeinde bei der Einwohnerzahl wie auch bei den Steuereinnahmen ist sich der Gemeinderat sicher, ein solides Budget 2022 erarbeitet und vorgelegt zu haben. Die Steuerfusssenkung ist die einzige Möglichkeit, die Steuerzahlenden an den hohen Ertragsüberschüssen der letzten Jahre teilhaben zu lassen. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass trotz der Investition in die Sporthalle mit Aussenplätzen von rund 13 Mio. Franken die Steuerfusssenkung verantwortet und auch langfristig gehalten werden kann.
Die Budgetgemeindeversammlung findet am Mittwoch, 1. Dezember 2021, in der Rietzelghalle statt.

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