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Ein fruchtiges Stück Thurgau
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Georg Züllig

 

Als Sohn des Krämers Ulrich Züllig wurde Georg 1799 geboren. Mit 17 Jahren schickte ihn der Vater in ein Institut bei Neuchatel, wo er nebst Französisch Rechnen, Trigonometrie und Geometrie studierte. Nach zwei Jahren kehrte er zurück und machte ein Praktikum der Feldmesskunst bei Herrn Gonzenbach in Hauptwil. Die Thurgauer Regierung stellte ihm ein Patent in der Feldmesskunst aus. Dieser ausgebildete junge Geometer kehrte nun zurück nach Neukirch und erlebte einen unliebsamen Start. Seit Jahren betrieb nämlich der Lehrer Abraham Kreis die Feldmesskunst ebenfalls und duldete keinen Konkurrenten. Er mass ein Feld nach, das Georg berechnet hatte, kam auf ein anderes Resultat und klagte gegen Züllig. Aber wie so oft kehrt sich alles. Züllig gewann vor Gericht; Kreis mass seit Jahren veraltet und falsch.
Nun stand dem jungen Geometer die Welt offen. Er vermass unzählige Höfe und fast das ganze Strassennetz, das im Thurgau damals neu gebaut wurde. Er plante Thur Meliorationen für den Kanton und vermass zahllose Bachläufe und Wasserleitungen. Als der grosse Hafen in Romanshorn gebaut wurde, bekommt Züllig die Aufsicht. Danebst kaufte er aber auf den Messen Waren ein für das Krämergeschäft des Vaters in Neukirch. 1830 bekam er das Wirtepatent, und übernahm 1838 die ‚Sonne’. Sie wurde ein wichtiger Ort, wo man in Neukirch einkehrte, und wo wichtige Informationen ausgetauscht wurden. Auf dem Gristenbühl baute Züllig seine eigenen Reben an. Bald wurde er auch Gemeinderat und setzte sich für einen Markt in Neukirch ein. 1831 wählte man ihn zum Kantonsrat und kurz darauf wurde er auch Kreisrichter. Er engagierte sich aber auch sozial und amtete als Sekretär der Kirchenvorsteherschaft und später als Armenpfleger. Bald war er Schulinspektor und gehörte auch zu den Gründern der Sekundarschule. 1841 wählten ihn die Egnacher zum Gemeindeammann. Es ist heute kaum zu glauben, was dieser Mann in seinem Leben geleistet hatte. 1875 starb Georg Züllig nach einem langen, erfüllten Leben.

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