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Ein fruchtiges Stück Thurgau
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Das Dorf Egnach

 

Mosterei und Bahnhof Egnach
 

Wo sich die Wege von Arbon und St.Gallen nach Romanshorn treffen, stand eine Gruppe Häuser und eine Mühle am Wilerbach. Das war der Weiler Egnach. Unten am See betrieb die Familie Eggmann die Lastschifferei über Generationen. Zwei grosse ‚Lädinen’ lagen im Luxburger Hafen. Sie führten die Waren der Bauern über den See, etwa den sauren Wein aus dem Egnach oder auch Getreide auf die Märkte von Lindau, Buchhorn (Friedrichshafen) oder Überlingen. Im Frühjahr brachten sie Kälblein aus Schwaben, die von den hiesigen Bauern über den Sommer gemästet und im Herbst zur Schlachtung nach St.Gallen verkauft wurden. Natürlich reisten meistens auch Passagiere mit über den See.
Als aber 1869 die Bahnstrecke Romanshorn – Rorschach mit einer Station ‚Egnach’ eröffnet wurde, erwachte der kleine Weiler. Schon bald stand dort ein erstes Gasthaus ‚zum Sternen’. In der Kegelbahn traf man sich an Wochenenden beim Spiel. Später folgte das Gasthaus ‚zum Bahnhof’. Die Bahn lockte Investoren an. Eine Kondensmilchfabrik schoss aus dem Boden, und kleinere Betriebe siedelten sich an: Egnach wurde ein Dorf – grösser als Neukirch. Das kleine Schulhaus in Wilen, wo auch die Egnacher Kinder das ABC lernten, platzte aus allen Nähten, und das Dorf Egnach gründete 1880 eine eigene Schulgemeinde, die sechste im Egnach, und baute ein eigenes Schulhaus. 1900 wurde die grosse Mosterei direkt an der Bahn gebaut. Sie zog weitere Arbeitnehmer an, die ihrerseits den Wohnungsbau nötig machten. Am See unten baute der Unternehmer Jean Züllig einen eigenen Hafen und importierte Baumstämme, die er in seiner Zimmerei verarbeitete. Gleichzeitig stapelte dort die Gemeinde riesige Kieshaufen für den Strassenbau. So verschoben sich im Laufe der Jahrhunderte die Schwerpunkte in der Gemeinde Egnach. Die einst grössten Dörfer Erdhausen und Wilen verloren jede Bedeutung. Neukirch aber erhob sich mehr und mehr zum Verwaltungszentrum, weil seine zentrale Lage mit der Kirche ein grosser Vorteil ist. Als das heutige Gemeindehaus gebaut wurde, zog 1922 der Gemeinderat ein, die Post, die Darlehenskasse, die Gemeindekanzlei und das Grundbuchamt ein.

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