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Ein fruchtiges Stück Thurgau

Aufhebung der Wassersparmassnahmen

Die Wasserversorgung der Gemeinde Egnach hat entschieden, die verfügte «Wassersparmassnahme» per sofort aufzuheben und damit wieder zum ordentlichen Betrieb über zu gehen.

Der Sommer 2018 war fordernd. Die Verantwortlichen, insbesondere der Brunnenmeister Remo Strasser musste Ausserordentliches leisten. Wir bedanken uns bei den Wasserbezügern für das Verständnis, dass der Wasserbezug über eine Sparmassnahme eingeschränkt werden musste.

Ein solcher Entscheid ist anspruchsvoll und mit Konsequenzen verbunden.

Was hat zum Entscheid zur Sparmassnahme geführt?

Die Wasserversorgung der Gemeinde Egnach beliefert knapp 4‘000 Einwohnerinnen und Einwohner, die Gewerbebetriebe und die Landwirtschaft täglich mit Trinkwasser. Der Bedarf war schon anfangs Juni überdurchschnittlich gegenüber den gleichen Monaten der Vorjahre. Über längere Zeit pendelte sich der Verbrauch bei 1‘700 m3 bis 1‘900 m3 pro Tag ein. Der Versorgungsbedarf wurde bereits bei der Planung auf grössere Bezüge und trockene Szenarien berechnet. Grundsätzlich sind Reserven nach oben vorhanden und überdurchschnittliche Verbräuche kein Problem.

Die anhaltende Trockenheit hinterlässt vor allem in der Landwirtschaft ihre Spuren. Die Obstbäume kommen langsam aber sicher in eine Notreife und werfen das Obst ab. Beerenproduzenten und Jungpflanzenzüchter müssen vermehrt tränken, damit die Pflanzen nicht verdorren und die Gemüseproduktion wird immer wasserintensiver.

Es wird sofort sehr viel Wasser benötigt und konsumiert. Die Verbräuche stiegen über kurze Zeit auf über 3‘300 m3 pro Tag. Das entspricht einem durchschnittlichen Verbrauch einer Stadt mit 13‘000 Einwohnern. Die Pumpen liefen während 24 Stunden, das Reservoir entleert sich nach und nach und kann über Nacht nicht mehr gefüllt werden. Es wurde unmöglich, Wasserreserven für den Brandschutz oder allfällige Störungen oder Rohrbrüche zurück zu halten.

Mit den Installierten Pumpleistungen können insgesamt 150 m3 Wasser pro Stunde gefördert werden. Die Verbräuche stiegen teilweise über längere Zeit auf über 250 m3 Wasser pro Stunde. Das Reservoir entleerte sich auf ein alarmierendes Niveau.

Ein Leerlaufen eines Reservoirs hat für ein Versorgungsnetz gravierende Folgen. Es dringt Luft ins System und dies verursacht erhebliche Druckschwankungen, die zu Leitungsbrüchen führen können. Weiter dauert es unter Umständen sehr lange, bis die Luft vollständig aus dem System eliminiert ist.

Am 1. August stieg die Grundwasserpumpe im Gebiet Steinebrunn aus. Das Versorgungsgebiet Steinebrunn musste per sofort über Neukirch versorgt werden, was zu einem weiteren Mehrbezug bei den Wasserlieferanten Romanshorn und Arbon führte. All diese Faktoren führten zu unserem Bedauern zur Sparmassnahme.

Die Wasserkommission Egnach wird diesen Sommer zusammen mit dem beratenden Ingenieurbüro analysieren. Bei der weiteren Planung werden die Erkenntnisse berücksichtigt und einfliessen.

Wir danken den Wasserbezügern für das Vertrauen in die Wasserversorgung sowie das Verständnis in der ausserordentlichen Situation. Für Fragen zu den Umständen steht der Brunnenmeister Remo Strasser unter remo.strasser@egnach.ch oder 071 474 77 27 gerne zur Verfügung.

Wasserkommission und Gemeinderat Egnach

 



Datum der Neuigkeit 17. Aug. 2018
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